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Ausbildung

Die Wahl des Berufes ist eine Weichenstellung für den weiteren Lebensweg und sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Dabei beginnt der Prozess der Berufsorientierung bereits ab der 7. Klasse und zielt auf die Auswahl des angestrebten Berufes und die Entscheidung für einen Ausbildungsweg ab. Dabei stehen jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten offen.

Eine Gesamtübersicht aller Ausbildungsberufe wird regelmäßig von der Bundesagentur für Arbeit in dem Taschenbuch „Beruf Aktuell“ veröffentlicht. Dieses ist kostenlos bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit bzw. im Berufsinformationszentrum und im Jobcenter erhältlich. Sämtliche Informationen zu allen Ausbildungsberufen sind außerdem in der Datenbank www.BERUFEnet.de hinterlegt. Hier kann ein Abgleich mit den Anforderungen des jeweiligen Berufsbildes und den eigenen Voraussetzungen vorgenommen werden. Außerdem werden für den Entscheidungsprozess wichtige Hinweise auf ähnliche Berufsfelder gegeben. Ebenfalls hilfreich können sein: www.planet-beruf.de, www.perspektiventest.de, www.komm-mach-mint.de/, http://genau-bb.de/, http://technik-welten.de. Siehe auch die Rubriken Links und Literatur

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Berufswahl kann auch der in Frage kommende Ausbildungsweg sein. Wer einen Berufsabschluss erwerben möchte, hat dabei unterschiedliche Möglichkeiten. Neben der betrieblichen Ausbildung, der ein Ausbildungsvertrag zwischen der/dem Auszubildenden und einem Betrieb zugrunde liegt und die vor allem in dem Betrieb stattfindet, gibt es eine Reihe von Berufen, die in Form einer schulischen Berufsausbildung erworben werden können. Hier ist zu berücksichtigen, dass eine schulische Ausbildung für schulmüde Jugendliche wenig geeignet ist.

Für junge Menschen mit Unterstützungsbedarf kommt ggf. eine außerbetriebliche Ausbildung in Frage. Auch die außerbetriebliche Ausbildung ist eine duale Ausbildung. Jedoch erfolgt die Ausbildung im praktischen Bereich überwiegend in den Werkstätten eines Bildungsträgers. In Berlin bestehen verschiedene Formen der außerbetrieblichen Ausbildung für unterschiedliche Zielgruppen. So bietet der Rehabilitationsbereich der Agentur für Arbeit  für junge Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, einer körperlichen oder geistigen bzw. einer Lernbehinderung, spezielle außerbetriebliche Ausbildungen an.

In besonderen Lebenslagen (etwa bei Alleinerziehenden) kann es notwendig sein, eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Dies ist prinzipiell in allen Ausbildungsvarianten möglich, muss jedoch im Einzelfall konkretisiert werden.

Die verschiedenen Ausbildungsvarianten werden im Folgenden nach (Förder-) Kontexten geordnet beschrieben.

Erster Arbeitsmarkt
Angebot Beschreibung
Betriebliche Ausbildung

Der ausbildungsberechtigte Betrieb schließt mit der/m Jugendlichen einen Ausbildungsvertrag ab. Die Voraussetzungen hinsichtlich der Schulabschlüsse variieren zwischen den Ausbildungsberufen.

 

Dauer des Angebotes
Je nach Ausbildung max. 3,5 Jahre.

 

Zugang/Vermittlung zum Angebot
Die/der Jugendliche bewirbt sich direkt bei den Betrieben um einen Ausbildungsplatz. Der Betrieb entscheidet, ob es zu einem Ausbildungsverhältnis kommt.

 

Ergebnis
Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf

 

Lernorte
Ausbildungsbetrieb und berufsbildende Schule/ Oberstufenzentrum

 

Status
Auszubildende/r

 

Finanzielle Aspekte
Es erfolgt eine Ausbildungsvergütung. Die Eltern haben Anspruch auf Kindergeld. Ggf. kann Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragt werden.

 

Gesetzliche Grundlagen
Berufsbildungsgesetz (BBiG)

 

Informationen zu den Berufsbildern: www.berufenet.de

Informationen zu freien Ausbildungsplätze unter www.kursnet.de bzw. bei den Ausbildungsplatzbörsen der Kammern.

Verbundausbildung
Angebot Beschreibung
Betriebsnahe Ausbildung (Verbundausbildung im Rahmen des Berliner Ausbildungsplatzprogramms BAPP, vormals APP)

Ausbildung im Verbund bedeutet die Kooperation von Betrieben und Bildungsträgern. In allen Bezirken existieren
regionale Ausbildungsverbünde. Der Zugang zur Ausbildung ist unabhängig vom Wohnbezirk möglich.

 

Zielgruppe
Die/der Jugendliche/r muss bei der Agentur für Arbeit ausbildungssuchend gemeldet sein und darf das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

 

Voraussetzungen
Die Voraussetzungen hinsichtlich der Schulabschlüsse variieren zwischen den Ausbildungsberufen, maximal jedoch darf der Mittlere Schulabschluss (MSA) vorliegen. Der Jugendliche muss über eine Meldeadresse in Berlin verfügen.

 

Dauer des Angebotes
Je nach Ausbildung max. 3,5 Jahre

 

Zugang/Vermittlung zum Angebot
Die/der Mitarbeiter/in der Berufsberatung der Agentur für Arbeit oder persönliche/r Ansprechpartner/in des JobCenters erteilt nach Prüfung des Bedarfs einen Vermittlungsvorschlag. Die Auswahl erfolgt über Bildungsdienstleister und Kooperationsbetrieb.

 

Ergebnis
Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf

 

Lernorte
Bildungsdienstleister und Unternehmen und Berufsbildende Schule/Oberstufenzentrum

 

Status
Auszubildende/r

 

Finanzielle Aspekte
Es erfolgt eine Ausbildungsvergütung. Die Eltern haben Anspruch auf Kindergeld. Ggf. kann Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragt werden.

 

Wichtige Zusatzinformationen
Die Ausbildung erfolgt im Verbund zwischen einem Bildungsdienstleister und dem kooperierenden Unternehmen. Der Ausbildungsvertrag wird mit dem Bildungsdienstleister abgeschlossen, der Betrieb ist jedoch bei der Auswahl der/s Auszubildenden, Finanzierung und inhaltlicher Ausgestaltung beteiligt.
Die Ausbildung erfolgt in ausgewählten Berufsbildern.

 

Gesetzliche Grundlagen
Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Schulische Ausbildungsgänge
Angebot Beschreibung
Berufsfachschule in Teilzeitform (BFS-TZ)

Die Berufsfachschule in Teilzeitform ist eine schulische Berufsausbildung, die in Kooperation mit einem Bildungsdienstleister erfolgt.
Es gibt 2 verschiedene Varianten:

  • MDQM (Modulare duale Qualifizierungsmaßnahme) und
  • LOK (Lernortkooperation im Rahmen des Berliner Ausbildungsplatzprogramms - BAPP).

 

Notwendige Voraussetzungen
MDQM: mind. Hauptschulabschluss
LOK: Voraussetzungen siehe betriebsnahe Ausbildung im BAPP

 

Dauer des Angebotes
Je nach Ausbildung max. 3,5 Jahre

 

Zugang/Vermittlung zum Angebot
MDQM: Anmeldung bei der bbw Berufsvorbereitungs- und Ausbildungsgesellschaft bzw. an einem Oberstufenzentrum, Meldefristen bitte jeweils erfragen.
LOK: Angebotene Plätze werden den Agenturen für Arbeit gemeldet. Diese erstellen nach Prüfung der Voraussetzungen ggf. einen Vermittlungsvorschlag.

 

Ergebnis der Teilnahme am Angebot
Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Es besteht die Möglichkeit den mittlere Schulabschluss (ohne Prüfung) zu erwerben. Dies ist abhängig vom Notendurchschnitt.

 

Lernorte
Berufsbildende Schule/Oberstufenzentrum und Bildungsdienstleister

 

Status
Schüler/in

 

Finanzielle Aspekte
Eltern haben Anspruch auf Kindergeld. Gegebenenfalls kann Schüler-BaföG beantragt werden.
 

Wichtige Zusatzinformationen
Die Berufsausbildung erfolgt in einem begrenzten Spektrum von Ausbildungsberufen.
In der Variante MDQM ist eine sozialpädagogische Begleitung vorgesehen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.oberstufenzentrum.de oder unter www.bbw-bua.de

 

 

 

Mehrjährige Berufsfachschule (2- bzw. 3-jährige BFS)

Notwendige Voraussetzungen
Vorausgesetzt wird mindestens der Hauptschulabschluss, wobei die  Voraussetzungen hinsichtlich der Schulabschlüsse zwischen den jeweiligen Ausbildungsberufen variieren.

 

Dauer des Angebotes
Je nach Ausbildung max. 3,5 Jahre

 

Zugang/ Vermittlung zum Angebot
Notwendig für den Eintritt in die mehrjährige Berufsfachschule ist die Anmeldung an dem Oberstufenzentrum, an dem diese angeboten wird. Die Meldefristen bitte bei den OSZ erfragen. Das OSZ entscheidet über die Aufnahme (Zusage des jeweiligen OSZ).

 

Ergebnis

  • Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf
  • Erwerb des mittleren Schulabschlusses (ohne Prüfung)
  • ggf. Erwerb der Fachhochschulreife (Prüfung)

 

Lernort
Berufsbildende Schule/Oberstufenzentrum

 

Status
Schüler/in

 

Finanzielle Aspekte
Die Eltern haben Anspruch auf Kindergeld. Es kann Schüler-BaföG beantragt werden.

 

Wichtige Zusatzinformationen
Die Berufsausbildung erfolgt in einem begrenzten Spektrum von Ausbildungsberufen.

 

Gesetzliche Grundlagen
Berliner Schulgesetz § 30

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.oberstufenzentrum.de

 

Angebote d. Berufsberatung (SGB III) und des Jobcenters (SGB II)
Angebot Beschreibung
Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Ist ein Angebot, das Jugendliche mit Stützunterricht und ggf. sozialpädagogischer Begleitung darin unterstützt, ihre Berufsausbildung erfolgreich zu absolvieren.

 

An mindestens 3 Stunden in der Woche persönliche Unterstützung:

  • Nachhilfe in Theorie und Praxis
  • Vorbereitung auf Klassenarbeiten und Prüfungen
  • Nachhilfe in Deutsch
  • Unterstützung bei Alltagsproblemen
  • Vermittelnde Gespräche mit Ausbildern, Lehrkräften und Eltern

 

Zielgruppe
Teilnehmen können Jugendliche, die für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss zusätzliche Hilfen benötigen.

 

Zugang/ Vermittlung zum Angebot
Die Zuweisung erfolgt über die Mitarbeiter/innen der Berufsberatung der Agentur für Arbeit nach Prüfung des Bedarfes.

 

Dauer des Angebotes
Mindestens 3 Stunden in der Woche. Bedarfsbezogen während der Dauer der Ausbildung.

 

Ergebnis
Erfolgreicher Abschluss der Berufsausbildung

 

Lernorte
Angebot ist in allen Berliner Bezirken verfügbar. Mit der Umsetzung beauftragt die Arbeitsagentur verschiedeneTräger/Dienstleister.

 

Wichtige Zusatzinformationen
Die Termine werden individuell abgesprochen und finden in der Regel nachmittags oder abends statt.

 

Weitere Informationen hier

Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen / außerbetriebliche Berufsausbildung (BaE)

Notwendige Voraussetzungen/ Zielgruppe
Lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Jugendliche, die bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit bzw. beim Jobcenter ausbildungssuchend gemeldet sind.
Die erfolgreiche mindestens 6-monatige Teilnahme an einer Berufsvorbereitung der Arbeitsagentur oder einer berufsbildenden Schule wird vorausgesetzt.

 

Dauer des Angebotes
Je nach Ausbildung max. 3,5 Jahre

 

Zugang/ Vermittlung zum Angebot
Mitarbeiter/in der Berufsberatung der Agentur für Arbeit oder Arbeitsvermittler/in bzw. Fallmanager/in des Jobcenters erteilt Förderzusage nach Prüfung des Bedarfs und der Fördervoraussetzungen durch einen Vermittlungsvorschlag.

 

Ergebnis
Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf

 

Lernorte
Bildungsdienstleister und Berufsbildende Schule/Oberstufenzentrum und Unternehmen (mehrwöchige Praktika)

 

Status
Auszubildende/r

 

Finanzielle Aspekte
Die Auszubeldenden erhälten eine Ausbildungsvergütung. Die Eltern haben Anspruch auf Kindergeld. Ggf. kann Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragt werden.

 

Wichtige Zusatzinformation
Die Ausbildung erfolgt in ausgewählten Berufsbildern. Es erfolgt eine zusätzliche Begleitung durch Sozialpädagog/innen und Stützlehrer/innen.

 

 

Weitere Informationen unter www.arbeitsagentur.de

Angebote der Jugendhilfe (SGB VIII)
Angebot Beschreibung
Ambulante sozialpädagogische Begleitung im Rahmen der Jugendhilfe

Sozialpädagogische Unterstützung von sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigten jungen Menschen bei der Eingliederung in die schulische und berufliche Ausbildung, in die Arbeitswelt und bei der sozialen Integration.

Verbesserung der Beschäftigungs- und Ausbildungsfähigkeit durch:

  • Entwicklung einer individuellen, realistischen Berufswege- und Lebensplanung,
  • Vorbereitung zur Aufnahme geeigneter Anschlussangebote (einschl. erster Arbeitsmarkt)
  • Hilfe bei der Überwindung von Problemen im Lebensumfeld, die das Engagement für eine berufliche Qualifizierung oder den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung be- oder verhindern (auch bei akuter Abbruchgefährdung während einer laufenden Ausbildung).

Die sozialpädagogische Beratung und Hilfestellung erfolgt insbesondere durch:

  • Kompetenzermittlung, Förderung der Lern- und Leistungsmotivation
  • Stärkung der beruflichen und sozialen Handlungskompetenz
  • Förderung der Kommunikations- und Konflikt- sowie Selbstmanagementfähigkeiten
  • Beratung und Begleitung bei der Bewältigung der Aufgaben der Lebensgestaltung und des Alltags
  • Hilfestellung bei der Vermittlung bzw. beim Übergang in Ausbildung oder Berufstätigkeit
  • Ggf. zusätzlich notwendige schulbezogene Unterstützung und sprachliche Förderung
  • Sozialpädagogische Beratung und Begleitung während der Ausbildung auf dem ersten Arbeitsmarkt

 

Zielgruppe/ Notwendige Voraussetzungen
Benachteiligte oder beeinträchtigte junge Menschen (in der Regel im Alter von 16 bis 21 Jahren) mit festgestelltem Jugend(berufs)hilfebedarf, insbesondere:

  1. Junge Menschen am Übergang Schule-Beruf, die vor dem Hintergrund mangelnder persönlicher Reife, einem wenig förderlichen sozialen Umfeld und negativer Lernerfahrungen bei der Wahl des für sie geeigneten Berufsfeldes, des passenden Förderangebotes bzw. Betriebes und zur Vorbereitung auf eine selbstständige Lebensführung der Unterstützung in Form einer ambulanten personenbezogenen Betreuung bedürfen. Darüber hinaus benötigen sie Hilfen bei der Vorbereitung auf eine selbstständige Lebensführung.
  2. Junge Menschen, deren erfolgreicher Abschluss einer betrieblichen Berufsausbildung bzw. Qualifizierung nur mit einer ambulanten personenbezogenen Betreuung sichergestellt werden kann.

 

Zugang/Vermittlung zum Angebot
Der/die Mitarbeiter/in des Jugendamtes muss bei dem/der Jugendlichen individuellen Hilfebedarf, d.h. einen erhöhten Unterstützungsbedarf an sozialpädagogischer Hilfe festgestellt haben.

 

Dauer des Angebotes
Nach Bedarf im Einzelfall von der/dem Mitarbeiter/in des Jugendamtes festzulegen.

 

Ergebnis

  • eine individuellen, realistischen Berufswege- und Lebensplanung liegt vor
  • die jungen Menschen sind auf geeignete Anschlussangebote vorbereitet
  • Problemlagen, die einen erfolgreichen Abschluss einer beruflichen Qualifizierung verhinderten, sind überwundenoder ein erfolgreicher Abschluss einer Berufsqualifizierung liegt vor
     

Wichtige Zusatzinformationen
Die Jugend(berufs)hilfe ist eine individuelle Leistung, die nach individueller Bedarfsprüfung gewährt wird. In besonderen Einzelfällen können im Hilfeplanverfahren konkret festgelegte individuelle Zusatzleistungen vereinbart werden.
Um die notwendige Mobilität zu sichern, werden im Bedarfsfall (z. B. wechselnde Einsatzstellen, große Entfernung) die Kosten einer Umweltkarte übernommen.

 

Gesetzliche Grundlagen
§ 13 Abs. 2 SGB VIII
 

Weitere Informationen hier

Sozialpädagogisch begleitete Berufsausbildung (außerbetrieblich oder im Verbund)

Bei festgestelltem individuellem Bedarf kann die Jugendhilfe sozialpädagogisch begleitete Ausbildungen nach SGB VIII anbieten.

 

Zielgruppe
Benachteiligte oder beeinträchtigte junge Menschen nach der Schulpflicht, deren Berufswahlprozess und Berufsvorbereitung abgeschlossen ist, die aber im Rahmen der Ausbildung noch einen erhöhten Unterstützungsbedarf an sozialpädagogischen Hilfen und fachpraktischer/schulischer Förderung haben mit festgestelltem Jugend(berufs)hilfebedarf

 

Dauer des Angebotes
Je nach Ausbildung max. 3,5 Jahre.
Es werden auch Berufe mit 2- jähriger Ausbildungszeit angeboten, die geringere fachtheoretische Anforderungen stellen und mehr praxisorientiert sind.

 

Zugang/Vermittlung zum Angebot
Der/die Mitarbeiter/in des Jugendamtes muss individuellen Hilfebedarf, d.h. erhöhten Unterstützungsbedarf an sozialpädagogischer Hilfe festgestellt haben.
 

Ergebnis

  • Befähigung zu einer selbstständigen Lebensführung und eigenverantwortlichen Existenzsicherung
  • Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf
  • Befähigung in eine Ausbildung nach SGB III, im Verbund oder im Betrieb zu wechseln

 

Lernorte
Bildungsdienstleister UND Berufsbildende Schule/Oberstufenzentrum UND Unternehmen (mehrwöchige Praktika)

 

Status
Auszubildende/r

 

Finanzielle Aspekte
Es erfolgt eine Ausbildungsvergütung. Die Eltern haben Anspruch auf Kindergeld. Ggf. kann Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragt werden.

 

Wichtige Zusatzinformationen
Die Jugend(berufs)hilfe ist eine individuelle Leistung, die nach individueller Bedarfsprüfung der Notwendigkeit und Geeignetheit gewährt wird.
Die Ausbildung erfolgt in ausgewählten Berufsbildern zusätzliche individuelle Begleitung durch Sozialpädagog/innen und Stützlehrer/innen.

 

Spezielle Informationen
Angebot Beschreibung
Teilzeitausbildung

Entsprechend § 8 Berufsbildungsgesetz ist es möglich, auf Antrag jede Ausbildung auch in Teilzeit zu absolvieren. In erster Linie ist dabei die betriebliche Ausbildung im Focus. Unter bestimmten Voraussetzungen bieten aber auch Jobcenter und Arbeitsangentur spezielle Möglichkeiten sowie die Jugendberufshilfe mit einer umfassenden und ganzheitlichen Förderung der Persönlichkeit.

In jedem Fall muss ein berechtigtes Interesse an der Arbeitszeitverkürzung vorliegen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn ein eigenes Kind betreut werden muss oder wenn Auszubildende, die während der Ausbildung ein Kind bekommen haben, ihre Ausbildung nach dem Mutterschaftsurlaub oder der Elternzeit nicht in Vollzeit beenden können. Auch für Behinderte, für die eine ganztägige Ausbildung eine übermäßige Belastung darstellt oder bei Betreuung pflegebedürftiger Familienangehöriger, ist eine Berufsausbildung in Teilzeit möglich.

 

Ausbildung in Teilzeit bedeutet bis zu 75% der normalen Regelarbeitszeit, d.h. 21 Stunden in der Woche im Betrieb, ein bis zwei Berufsschultage in Vollzeit kommen noch hinzu. Dies entspricht in etwa einer täglichen Arbeitszeit von bis zu 6 Stunden. Auszubildende/r und Betrieb sprechen ab, zu welchen Zeiten diese Stunden geleistet werden. Grundsätzlich sollte eine Teilzeitberufsausbildung in regulärer Ausbildungszeit ermöglicht werden. Die Verlängerung der Ausbildungszeit ist seit der Reform des Berufsbildungsgesetzes im April 2005 nicht mehr dringend erforderlich, wenn der Anteil der betrieblichen Ausbildungszeit mindestens 75% beträgt. Dieses kommt einer verkürzten Ausbildung gleich, bei der die Inhalte der Berufsausbildung in kürzerer Zeit vermittelt werden müssen. Eine Reduzierung der Berufschulzeiten ist nicht vorgesehen.

Weitere Ausbildungsmodelle sind möglich, z.B. wird die Ausbildungszeit von Anfang an um ein Jahr verlängert. Bei verkürzter Arbeitszeit ist es somit möglich, die Inhalte des Berufes in vollem Umfang zu vermitteln. Auch hier ist eine Reduzierung der Berufschulzeiten nicht vorgesehen.

Weitere Alternativen können entsprechen den individuellen Erfordernissen mit den Ausbildungsberatern der zuständigen Kammer abgestimmt werden. Grundlage aller Varianten ist, dass die Ausbildungsinhalte des Berufes in der vereinbarten Ausbildungszeit vermittelt werden. Welches Modell das Richtige ist, sollte individuell besprochen werden. Hier sind die betrieblichen Belange und die persönlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen.

 

Vergütung

Die Höhe der Vergütung richtet sich nach dem Umfang der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Vergütung beträgt bei einer Regelarbeitszeit von 75% analog 75% des normalen Ausbildungsgehalts.

Bezirkliche Angebote bzw. Adressen

Weitere spezielle Angebotsformen in den Bezirken sind auf die regionalen Anforderungen und Strukturen ausgerichtet und gelten nicht Berlinweit.

Manche Angebote fallen unter mehrere Rechtskreise und konnten nicht den obigen Angeboten zugeordnet werden.

Beides finden Sie in der Detailansicht.

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