Startseite | Angebote | Finanzielle Aspekte

Finanzielle Aspekte

Um sich auf die Ausbildung bzw. auch eine Berufsvorbereitung konzentrieren und diese erfolgreich abzuschließen zu können, ist die finanzielle Absicherung des jungen Menschen wichtig. Die hier gelisteten Hinweise haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, geben aber einen Überblick über die Möglichkeiten der Finanzförderung am Übergang Schule-Beruf und benennen die jeweiligen Ansprechpartner/innen.

Finanzielle Aspekte
Angebot Beschreibung
Kindergeld

Der Bezug von Kindergeld ist in der Regel an den Schulbesuch bzw. an eine Ausbildung oder ein Studium gebunden.
Eltern von ausbildungsplatzsuchenden Jugendlichen sind Kindergeld berechtigt, wenn ihre Kinder entweder bei der Agentur für Arbeit (Berufsberatung) oder beim Jobcenter als Bewerber um eine Ausbildungsstelle bzw. Studienplatz gemeldet sind. Die schriftliche Zusage für einen Ausbildungsplatz zum nächstmöglichen Ausbildungsbeginn ersetzt den Nachweis ebenfalls.

 

www.familienkasse.de oder www.arbeitsagentur.de

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) wird während einer beruflichen Ausbildung sowie während einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme geleistet. Auszubildende erhalten Berufsausbildungsbeihilfe, wenn sie während der Ausbildung nicht bei den Eltern wohnen können, weil der Ausbildungsbetrieb vom Elternhaus zu weit entfernt ist.

 

Eine berufliche Ausbildung wird nur dann mit BAB gefördert, wenn dem Auszubildenden die erforderlichen Mittel zur Bestreitung seines Lebensunterhalts, für die Fahrkosten und die sonstigen Aufwendungen ("Gesamtbedarf") nicht anderweitig zur Verfügung stehen. Auf den "Gesamtbedarf" wird im Rahmen einer Bedürftigkeitsprüfung das eigene Einkommen, ebenso das Einkommen der Eltern und des Ehegatten beziehungsweise Lebenspartners angerechnet, soweit das jeweilige Einkommen bestimmte Freibeträge übersteigt.

 

Dauer des Angebotes

Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe besteht für die Dauer der beruflichen Ausbildung oder der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme. Über den Anspruch wird in der Regel nicht für die gesamte Dauer sondern in Bewilligungszeiträumen entschieden, das sind bei beruflicher Ausbildung 18 Monate, im Übrigen ein Jahr.

 

Finanzielle Aspekte

Die Höhe der Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) hängt vom Gesamtbedarf und bei beruflicher Ausbildung vom anzurechnenden Einkommen ab.

 

Wichtige Zusatzinformationen

Berufsausbildungsbeihilfe wird auf Antrag erbracht. Der Antrag ist bei der Agentur für Arbeit zu stellen, in deren Bezirk der Auszubildende seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Wird Berufsausbildungsbeihilfe erst nach Beginn der Ausbildung oder der berufsvorbereitenden Maßnahme beantragt, wird sie rückwirkend längstens vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Leistungen beantragt worden sind.

 

Gesetzliche Grundlagen

§§59ff. SGB III

 

Weitere Informationen hier

Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG)

Schüler/innen an weiterführenden allgemeinbildenden Schulen und Berufsfachschulen können Schüler-Bafög beantragen. Schüler-Bafög wird als Zuschuss gewährt.

 

Weitere Informationen hier

 

 

Studierende erhalten in der Regel BaföG je zur Hälfte als Zuschuss und zinsloses Darlehen. Die Höhe des Bafögs richtet sich nach dem Einkommen und dem Einkommen der Eltern bzw. des Ehegatten.

 

Einen BaföG-Rechner und weitere Informationen finden Sie hier

Wohngeld/ ungedeckter Bedarf/ Kosten der Unterkunft und Heizkosten

In den Leistungen BAB und BaföG ist pauschaliertes Wohngeld enthalten. Junge Menschen, die in einem eigenem Wohnraum leben und einen ablehnenden BAB- bzw. BaföG-Bescheid vorweisen können, haben ggf. Anspruch auf Wohngeld. Der Antrag auf Wohngeld ist im zuständigen Bürgeramt erhältlich.

 

Weitere Informationen hier

 

Auszubildende in eigenem Wohnraum, die Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld nach dem SGB III oder Leistungen nach dem BaföG erhalten und deren Wohn- und Heizkosten dadurch nicht gedeckt sind, können beim JobCenter einen Zuschuss beantragen.
Die Rechtsgrundlage für die Antragstellung ist § 22 Abs. 7 SGB II.

Erstattung von Bewerbungskosten

Die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter kann auf Antrag Bewerbungskosten erstatten. Je Bewerbung können derzeit pauschal 5,00 € erstattet werden (max. 200,00 € im Jahr), wenn eine Kopie der Bewerbung und das Zu- bzw. Absageschreiben eingereicht wird.
 

Hinweis: Die Antragstellung muss vor dem Versenden der Bewerbungen erfolgt sein.

Mobilitätshilfe

Ist für die Aufnahme einer Ausbildung oder Arbeit ein Umzug in eine andere Stadt erforderlich, kann sich die Agentur für Arbeit bzw. das JobCenter unter bestimmten

Voraussetzungen an den Reise-, Fahr-, Trennungs- und Umzugskosten beteiligen.

 

Hinweis: Der Antrag muss vor der Arbeits- bzw. Ausbildungsaufnahme, bei Umzug vor dem Umzug gestellt werden.

 

Auskunft darüber gibt die Agentur für Arbeit bzw. das JobCenter.

Ausrüstungsbeihilfe

Ausrüstungsbeihilfe, kann derzeit unter bestimmten Voraussetzungen in Höhe von bis zu 260,00 € für die Anschaffung von Arbeitskleidung und Arbeitsgeräten gewährt

werden.

 

Auskunft darüber gibt die Agentur für Arbeit bzw. das JobCenter.

Vermittlungsbudget (VB)

Arbeitslose, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und Ausbildungssuchende, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen, können eine Förderung aus dem Vermittlungsbudget erhalten, soweit dies zur Anbahnung oder Aufnahme der Beschäftigung notwendig ist. Über die Regelungen des SGB III hinaus, können im Rechtskreis SGB II die Leistungen aus dem VB auch für die Anbahnung und Aufnahme einer schulischen Berufsausbildung erbracht werden.

 

Im Rahmen des Vermittlungsbudgets gehören zum förderungsfähigen Personenkreis

  • Ausbildungssuchende,
  • von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und
  • Arbeitslose

 

Notwendige Voraussetzung

Arbeitslose, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und Ausbildungssuchende, Voraussetzung für die Leistungsgewährung ist, dass die Förderung für die berufliche Eingliederung notwendig ist. Eine Förderung aus dem VB wird nur erbracht, wenn sie vor dem

leistungsbegründenden Ereignis beantragt wurde.

 

Vergütung/ Finazieller Aspekt

Die Förderung umfasst die Übernahme pauschalierter bzw. tatsächlich entstandener und angemessener Kosten, soweit der Arbeitgeber gleichartige Leistungen nicht oder voraussichtlich nicht erbringt.

Bildungskredit für Schüler und Studierende

Die Bundesregierung bietet gemeinsam mit der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und dem Bundesverwaltungsamt Schülern und Studierenden in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen eine zinsgünstige Förderung: den Bildungskredit. Dieser Kredit kann auch neben BaföG-Leistungen zur Finanzierung von außergewöhnlichem, nicht durch BAföG erfasstem Aufwand begründet werden. Maßgebend ist die Richtlinie für die Vergabe des Bildungskredits des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Die Bewilligung ist im Gegensatz zu den BaföG-Leistungen vom eigenen Einkommen, vom Einkommen der Eltern bzw. des Ehegatten unabhängig. Beantragen können den Bildungskredit Volljährige bis zu dem Monat, in dem sie 36 Jahre alt werden.

 

Weitere Informationen unter www.bva.bund.de

Bildungsgutschein (BGS)

Der Bildungsgutschein weist unter anderem das Bildungsziel, die zum Erreichen des Bildungsziels erforderliche Dauer, den regionalen Geltungsbereich und die Gültigkeitsdauer von längstens drei Monaten, in der der Bildungsgutschein eingelöst werden muss, aus. Unter den im Bildungsgutschein festgelegten Bedingungen kann der Bildungsinteressent den Bildungsgutschein bei einem für die Weiterbildungsförderung zugelassenen Träger seiner Wahl einlösen. Aber auch die Maßnahme muss für die Weiterbildungsförderung zugelassen sein.

 

Notwendige Voraussetzungen/ Zielgruppe

Arbeitnehmer/innen, bei denen die Notwendigkeit einer Weiterbildung durch die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter anerkannt wurde.

Die Teilnahme muss notwendig sein, um sie bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern, eine konkret drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden, oder weil die Notwendigkeit einer Weiterbildung wegen fehlenden Berufsabschlusses anerkannt ist.

Vor Beginn der Teilnahme an einer Weiterbildung muss eine Beratung durch die Agentur für Arbeit bzw. des Jobcenters erfolgt sein.

Dem Arbeitnehmer wird das Vorliegen der Voraussetzungen mit dem Bildungsgutschein bescheinigt. Der Bildungsgutschein ist eine Zusicherung, dass die durch die Teilnahme an der Weiterbildung anfallenden Kosten übernommen werden.

 

Finanzielle Aspekte

Übernahme der Weiterbildungskosten und Weiterzahlung des ALG I bzw. ALG II

 

Wichtige Zusatzinformationen
Der Inhaber des Bildungsgutscheins muss innerhalb der Gültigkeitsdauer mit der Maßnahme beginnen, sonst verfällt der Gutschein.

 

Gesetzliche Grundlagen

§§77ff. SGB III, § 16 (1) SGB II i.V.m. §§77ff. SGB III

 

 

Weitere Informationen unter www.arbeitsagentur.de

 

Weitere Angebote
Angebot Beschreibung
Bezirkliche Angebote bzw. Adressen

Weitere spezielle Angebotsformen in den Bezirken sind auf die regionalen Anforderungen und Strukturen ausgerichtet und gelten nicht Berlinweit.

Diese finden Sie gegebenenfalls über die Detailansicht.

 

Ansicht mit Vorschau

Ansicht drucken

Angebot suchen

 

      Berlin