Startseite | Angebote | Ausbildung

Teilzeitausbildung

Entsprechend § 8 Berufsbildungsgesetz ist es möglich, auf Antrag jede Ausbildung auch in Teilzeit zu absolvieren. In erster Linie ist dabei die betriebliche Ausbildung im Focus. Unter bestimmten Voraussetzungen bieten aber auch Jobcenter und Arbeitsangentur spezielle Möglichkeiten sowie die Jugendberufshilfe mit einer umfassenden und ganzheitlichen Förderung der Persönlichkeit.

In jedem Fall muss ein berechtigtes Interesse an der Arbeitszeitverkürzung vorliegen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn ein eigenes Kind betreut werden muss oder wenn Auszubildende, die während der Ausbildung ein Kind bekommen haben, ihre Ausbildung nach dem Mutterschaftsurlaub oder der Elternzeit nicht in Vollzeit beenden können. Auch für Behinderte, für die eine ganztägige Ausbildung eine übermäßige Belastung darstellt oder bei Betreuung pflegebedürftiger Familienangehöriger, ist eine Berufsausbildung in Teilzeit möglich.

 

Ausbildung in Teilzeit bedeutet bis zu 75% der normalen Regelarbeitszeit, d.h. 21 Stunden in der Woche im Betrieb, ein bis zwei Berufsschultage in Vollzeit kommen noch hinzu. Dies entspricht in etwa einer täglichen Arbeitszeit von bis zu 6 Stunden. Auszubildende/r und Betrieb sprechen ab, zu welchen Zeiten diese Stunden geleistet werden. Grundsätzlich sollte eine Teilzeitberufsausbildung in regulärer Ausbildungszeit ermöglicht werden. Die Verlängerung der Ausbildungszeit ist seit der Reform des Berufsbildungsgesetzes im April 2005 nicht mehr dringend erforderlich, wenn der Anteil der betrieblichen Ausbildungszeit mindestens 75% beträgt. Dieses kommt einer verkürzten Ausbildung gleich, bei der die Inhalte der Berufsausbildung in kürzerer Zeit vermittelt werden müssen. Eine Reduzierung der Berufschulzeiten ist nicht vorgesehen.

Weitere Ausbildungsmodelle sind möglich, z.B. wird die Ausbildungszeit von Anfang an um ein Jahr verlängert. Bei verkürzter Arbeitszeit ist es somit möglich, die Inhalte des Berufes in vollem Umfang zu vermitteln. Auch hier ist eine Reduzierung der Berufschulzeiten nicht vorgesehen.

Weitere Alternativen können entsprechen den individuellen Erfordernissen mit den Ausbildungsberatern der zuständigen Kammer abgestimmt werden. Grundlage aller Varianten ist, dass die Ausbildungsinhalte des Berufes in der vereinbarten Ausbildungszeit vermittelt werden. Welches Modell das Richtige ist, sollte individuell besprochen werden. Hier sind die betrieblichen Belange und die persönlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen.

 

Vergütung

Die Höhe der Vergütung richtet sich nach dem Umfang der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Vergütung beträgt bei einer Regelarbeitszeit von 75% analog 75% des normalen Ausbildungsgehalts.


Letzte Aktualisierung: 
25.10.2011

Ansicht drucken

 

      Berlin